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blaue Weste: Marco Tramontana gegen Ruta Maciej (Polen Nationalteam)
Die Taekwondo-Abteilung des TSV Neustadt/Aisch wurde 1995 gegründet. Seit Anfang an ist Emilio Tramontana Abteilungsleiter. Vier hochqualifizierte Trainer bilden Kinder ab 5 Jahre in den ersten Grundtechniken der fernöstlichen Kampfsportart aus. Die Kinder lernen Disziplin, Körperbeherrschung und Taekwondo-Technik. Am Ende der Grundausbildung stehen diverse Gürtelprüfungen. Der zweite Teil der Abteilung sind die Fortgeschrittenen, die sich in der Wettkampftruppe der Abteilung wiederfinden. Sie nehmen äußerst erfolgreich an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil. Aushängeschilder der Abteilung sind derzeit Fabio und Marco Tramontana, im März 2006 deutsche Meister in ihren Alters- und Gewichtsklassen geworden sind. Ruben Quirin, Nadja Leitner, Franziska Hertlein, Lars Gaube und Jan Boehm sind Bayerische Meister. Was ist Taekwondo? "Taekwondo" ist koreanisch und bedeutet wörtlich übersetzt "Fuß - Faust - Weg". "Fuß" und "Faust" stehen für die wichtigsten Techniken des Taekwondo: Kicks in allen Variationen, in Bauch oder Kopfhöhe, gedreht, gesprungen, doppelt oder dreifach und Fausttechniken, vor allem Fauststöße zum Angriff und Blocks zur Verteidigung. Der "Weg" hingegen beschreibt die persönliche Entwicklung, die jeder echte Taekwondoka durchläuft, vom Weißgurt zum Schwarzgurt, vom Schüler zum Meister. Dabei geht es um mehr, als nur sportliche Fortschritte. Wird Taekwondo richtig gelehrt und erlernt, wird es zur Charakterschule. Geduld, Respekt vor dem Gegenüber, Erkennen der eigenen Schwächen und Stärken, Selbstdisziplin sind nur einige Aspekte, mit denen sich der Sportler im Training auseinandersetzen muss. Attraktive Vielseitigkeit Die beiden wichtigsten Disziplinen des Taekwondo sind Wettkampf und Formenlauf. In der DTU
wird Vollkontakt Wettkampf nach den WTF (World Taekwondo Federation)-Regeln
betrieben. Der Vollkontakt-Wettkampf ist Olympische Disziplin. Formenlauf ist für jeden Taekwondoka Pflicht, der Gürtelprüfungen ablegen möchte. Für jede Prüfung muss eine neue Form (Poomse) erlernt werden. Die Formen sind eine feste Abfolge von Angriffs- und Verteidigungstechniken, die gegen einen imaginären Gegner ausgeführt werden. Formenlauf ist auch Wettkampfdisziplin und wird auf Turnieren betrieben. Bewertet werden dann z.B. die Exaktheit der Ausführung, der Ausdruck und die Dynamik der Bewegungen. (Genaueres finden Sie unter der Rubrik Poomse bzw. Regeln). Daneben gibt
es drei weitere Sparten: Taekwondo - für jeden das Richtige Taekwondo
wird von Sportlern jeden Alters und beiderlei Geschlechts mit Begeisterung
betrieben. Geschichte Die junge olympische Disziplin Taekwondo, blickt auf eine lange Tradition zurück. Heimat des Taekwondo: Korea Schon Wandgemälde
aus der Koguryo-Dynastie, dem etwa um 37 v. Chr. gegründeten koreanischen
Königreich, zeigen Kämpfer beim Ausführen von Kampftechniken,
die noch heute gebräuchlich sind. Während seiner langen Geschichte
nahm Taekwondo verschiedene Elemente der koreanischen Kultur auf. Vor
allem Buddhistische und Taoistische Einflüsse - geistige Konzentration,
Meditation, Respekt vor dem Meister oder älteren Schülern...
- sind bis heute wirksam. Erfolgreich etabliert: Taekwondo in Deutschland 1965 fand
die erste Taekwondo Demonstration koreanischer Großmeister in Deutschland
statt. Seither ist diese koreanische Kampfsportart in Deutschland fest
etabliert: Bereits 1968 gab es die erste deutsche Meisterschaft. Auch
an der ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft 1973 nahm ein deutsches Team
teil. Eine deutsche Damen-Mannschaft gibt es seit 1975. 1979
Taekwondo olympisch 1981 wurde
Taekwondo als olympische Disziplin anerkannt. Bei den Olympischen Spielen
1988 in Seoul und 1992 in Barcelona wurde es als Demonstrationssportart
ausgetragen. Bei der IOC-Sitzung 1994 in Paris wurde Taekwondo zur vollwertigen
Olympischen Sportart erklärt - und endlich war es so weit: Bei den
Olympischen Spielen 2000 in Sydney erlebte Taekwondo seine olympische
Premiere. Mit dabei waren drei Sportler aus Deutschland: Fadime Helvacioglu,
Aziz Acharki und Faissal Ebnoutalib. Faissal Ebnoutalib konnte sich die
Silbermedaille erkämpfen. www.dtu.de |